Viele Blogger die mit ihrem Blog Geld verdienen, betreiben auf ihrem Blog einen eigenen Online-Shop. Sie Verkaufen dort beispielsweise ihre eigenen Bücher oder E-Books, selbst hergestellte Accessoires oder Video-Kurse. Einen professionellen Online-Shop einzurichten kann schnell kompliziert werden, vor allem in technischen und rechtlichen Aspekten. In dieser mehrteiligen Artikelserie zeigen wir dir von A bis Z, wie du einen Online-Shop mit Hilfe der Shop-Software Woocommerce auf deinem WordPress-Blog einrichtest.

Woocommerce installieren

Zuerst brauchen wir eine Shop-Software. Das beste was es für WordPress gibt, ist das Shop-Plugin Woocommerce. Es ist ein kostenloses und sehr umfangreiches Shop-System, dass kaum einen Wunsch offen lässt in Sachen Anpassung, Funktionsumfang und Benutzerfreundlichkeit. Das Plugin findet man in der WordPress Plugin Bibliothek. Dort einfach nach Woocommerce suchen und mit einem Klick installieren.

Basis-Einstellungen

Nachdem du Woocommerce installiert und aktiviert hast, gibt es eine automatische Einrichtungshilfe, die in mehrere Schritte unterteilt ist. Diese Einrichtung solltest du auf keinen Fall überspringen, sondern auf Los gehts! klicken.

Seiteneinrichtung

Im ersten Schritt werden automatisch verschiedene Seiten angelegt, die später für den Shop gebraucht werden. Diese sind die Shop-Übersichtsseite, die Warenkorb-Seite, die Kasse-Seite sowie die Useraccount-Seite. Dort klickst du auf Fortfahren.

Lokaler Shop

Im zweiten Schritt wirst du nach den Einstellungen gefragt, die auf deinem Standort basieren. Dazu gehören das Land von wo aus du (rechtlich) den Shop betreibst, die Währung die du verwenden möchtest sowie die zu verwendeten Maßeinheiten (falls du diese später bei Produkten angibst).

Versand & Steuern

In Schritt 3 musst du ankreuzen, ob du physische Produkte verkaufen möchtest. Diese Einstellung wird abgefragt, da später noch Einstellungen für Versandkosten hinzukommen, falls du physische Produkte anbietest. Willst du dagegen nur digitale Produkte – zum Beispiel E-Books – verkaufen, brauchst du hier nichts ankreuzen. Außerdem wirst du gefragt, ob du Mehrwertsteuer auf deine Produkte berechnest. Falls du noch kein Gewerbe angemeldet hast und dir beim Thema Umsatzsteuer unsicher bist, solltest du vorher unseren Artikel über Gewerbeanmeldung und Finanzamt lesen.

Hast du den Haken bei Wirst du Mehrwertsteuer erheben gesetzt, erscheinen weitere Einstellungen zur Mehrwertsteuer. Das Programm möchte wissen, ob du die Preise später bei den Produkten inklusive oder exklusive eingibst. In der Regel ist es sinnvoller hier die Option inklusive Mehrwertsteuer auszuwählen. Dann ist der Preis den du einem Produkt gibst auch der Endpreis im Shop. Zum Beispiel bekommt ein Produkt von dir den Preis 11,90 €, dann erscheint dieser Preis auch dem Kunden im Shop. Die darin enthaltene Mehrwertsteuer (1,90 € bei 19% Mehrwertsteuer) wird automatisch von der Software ausgerechnet und separat im Shop angezeigt.

Das Programm frägt dich außerdem nach den zu verwendeten Steuersätzen. In der Regel erkennt der Einrichtungsassistent, dass du dich in Deutschland befindest und legt automatisch den Mehrwertsteuersatz von 19% an. Das kannst du erstmal so lassen. Im nächsten Teil dieser Artikel-Serie gehen wir nochmal detaillierter auf das Thema Mehrwertsteuer ein, da es gerade bei digitalen Produkten dort einiges zu beachten gibt was das Rechtliche anbelangt.

Zahlungen

Im vierten und vorletzten Schritt geht es um darum, wie deine Kunden im Shop bezahlen können. Wir empfehlen dir die beiden Zahlungsmethoden PayPal und Vorauskasse zu verwenden. Dazu markierst du die beiden Zahlungsoptionen mit einem Haken. Falls du PayPal verwenden möchtest, gibt es hier in den Einstellungen zwei Mal PayPal. Du solltest erst Mal nur die untere PayPal Option verwenden. Die obere Option ist für PayPal Express gedacht und benötigt ein Extra-Plugin das du installieren müsstest.

Bei der Option für PayPal musst du nur deine PayPal E-Mail Adresse eintragen, die du für dein PayPal Konto verwendet. Falls du noch kein PayPal Konto besitzt, empfehlen wir auf jeden Fall eines zu eröffnen. Denn für viele User ist dies eine bequeme Art zu bezahlen und bei digitalen Produkten direkt nach der Zahlung schon das Produkt zu bekommen. Bei nicht vorhandenem PayPal Konto kannst du diese Option in diesem Schritt aber erst Mal weglassen und nachträglich immer noch PayPal in den Woocommerce-Einstellungen aktivieren.

Geschafft

Damit hast du die erste Hürde gemeistert und die Basis-Einrichtung deines Shop vollbracht. Nun kannst du dein erstes Produkt erstellen. Wie das geht erfährst du im übernächsten Teil dieser Artikel-Reihe.

Es gibt noch viel zu tun

Neben dem Anlegen von Produkten, musst du noch einige rechtliche Aspekte beachten zum Thema PDF-Rechnungen, Umsatzsteuer und noch ein paar andere Dinge. Diese behandeln wir ebenfalls ausführlich in einem späteren Teil dieser Artikel-Serie. Sei also gespannt und verfolge diese sehr ausführliche Reihe wie du einen Shop auf deinem Blog einrichtest.