Diese Woche stellt sich Anne von Going Vagabond unseren Fragen rund um das Thema Bloggen.

Bitte stell dich und deinen Blog kurz vor

Hey! Ich heiße Anne und schreibe auf Going Vagabond (goingvagabond.de) über meine Reisen. Im Grunde schreibe ich für Leute wie mich, die gerne reisen, mal eine Fernreise, mal ein Städtetrip. Möglichst günstig, aber auch nicht um jeden Preis. Im Grunde geht es ja auch vor allem um die Erfahrungen, die man auf Reisen macht. Bei mir gibt es also ein paar persönliche Reisegeschichten, aber auch viele Tipps für die Reisevorbereitung und unterwegs.

Wie lange bloggst du schon und was motiviert dich?

Ich blogge jetzt seit etwas über einem Jahr, denn den Blog habe ich im Mai 2014 gestartet. Am Anfang hat mich vor allem motiviert, dass plötzlich nicht nur meine Freunde und Familie, sondern völlig fremde Leute meine Sachen lesen, das war ein witziges und total ungewohntes Gefühl. Und dann auch noch persönliche Mails zu bekommen und zu hören, dass man jemanden richtig angefixt hat mit einer Reiseidee und durch seinen Blog schafft Menschen zu inspirieren, das ist einfach der Wahnsinn!

Gab es auch Momente in denen du deine Motivation verloren hast und Zweifel an deinem Blog hattest?

Ja, na klar. Solche Momente gibt’s immer mal. Bei mir war so die erste Zweifelphase nach drei oder vier Monaten. Da war dann eben auch Hochsommer, die Leute lesen kaum Blogs sondern sind draußen und die Zahlen sind einfach irgendwie nicht angestiegen. Zudem hatte ich keine großen Reisen in Sicht und dementsprechend auch nicht viel zu erzählen. Aber sowas gibt es immer mal wieder. Die Kunst ist halt nicht einen Blog zu starten, sondern dran zu bleiben.

Was hat dich dazu gebracht, mit dem Bloggen anzufangen?

Das waren ein paar verschiedene Faktoren. Vor allem wollte ich den Leuten zeigen, dass das alles gar nicht so eine krasse Sache ist mit dem Reisen, und das die Ängste, die manche davor haben, größtenteils total unbegründet sind.

Wie wichtig ist dir die Interaktion mit deinen Lesern?

Total wichtig natürlich. Immerhin schreibe ich ja für meine Leser. Und da ist mir erstens total wichtig, ob den Lesern der Artikel gefällt, und zweitens, was sie zu dem Thema denken. Ich freue mich immer sehr über Kommentare und auch über E-Mails von Lesern.

Wie lange hat es gedauert bis du deine ersten 1.000 Leser hattest und was ist das für ein Gefühl täglich so viele Menschen zu erreichen?

Das ging ziemlich schnell, schon im ersten Monat hatte ich tatsächlich über 1000 Unique Users, das war echt ein cooles Gefühl. Meine Artikel wurden am Anfang von ein paar größeren Blogs wie Planet Backpack geteilt, das gibt so einem kleinen neuen Blog natürlich einen ganz schönen Push.

Warst du schon Mal auf einem Blogger-Treffen, was hältst du von solchen Events?

Ja, ich gehe regelmäßig zu Blogger-Treffen und finde das auch total wichtig. Mittlerweile haben sich wirklich tolle Freundschaften ganz abseits der Blogs entwickelt. Ich denke es ist einfach toll sich auszutauschen und sich Tipps zu geben.

Gibt es unterwegs bestimmte Orte unterwegs, an denen du besonders kreativ im Schreiben bist?

Ich schreibe eher weniger “unterwegs”, aber gehe manchmal auch gerne in einen Coworking Space oder in ein Café zum arbeiten.

Was ist deiner Erfahrung nach das Beste und was ist das Schwierigste am Bloggen, während man auf Reisen ist?

Ich blogge eigentlich so gut wie gar nicht, wenn ich unterwegs bin. In der Zeit will ich einfach so viel sehen und erleben, wie es nur geht. Das Artikel schreiben verschiebe ich dann lieber auf die Zeit nach der Reise.

Die Frage die alle interessiert: verdienst du auch Geld mit deinem Blog?

Ganz ehrlich: Die Summe ist eigentlich kaum nennenswert. Aber klar, es springen immer mal kleinere Sponsored Posts raus (die natürlich eindeutig gekennzeichnet werden). Ich muss auch ehrlich sagen, ich hätte absolut keine Lust finanziell von meinem Blog abhängig zu sein. Ich glaube, dass würde mir denn Druck um ein vielfaches erhöhen und den Spaß daran nehmen.

Dein Rat für Blogger-Neulinge?

Dranbleiben. Vernetzen. Ich wäre längst nicht so motiviert, wenn ich durch das Bloggen nicht so viele nette Leute kennengelernt hätte. Dadurch, dass sich plötzlich Freundschaften rund um das Bloggen aufbauen und man ähnliche Interessen hat, beschäftigt man sich automatisch mit seinem Blog und hat wirklich Lust dran zubleiben.